Archiv, März 2010
* Wiederaufnahme “Der Fall Esra” am Berliner Hebbel am Ufer
Am 11. März 2010 von daremag | Theater & Bühne
Im September vergangenen Jahres interviewte die DARE Redaktion die Regisseurin Angela Richter und den Dramaturgen Andras Siebold zur Umsetzung ihres Stückes “Der Fall Esra – Rezeptionsdrama eines Romanes”. Ihre Bühnenfassung der Prozesse um das Verbot von Maxim Billers Roman “Esra” hatte im April 2009 Premiere in der Hamburger Theaterfabrik Kampnagel. Ein Jahr später steht “Der Fall Esra” noch einmal auf dem Spielplan: Angela Richter und ihr Team inszenieren im März 2010 am Berliner Hebbel am Ufer. Wer – nach der Lektüre unserer Gesprächsdokumentation im DARE Magazin “Ikonen” – das Stück unbedingt sehen wollte, hat nun die Möglichkeit. Unsere Redaktion freut sich auf den Besuch der Aufführung am Samstag 13.03.2010.
* Puma Viral
Am 10. März 2010 von daremag | Kolumnen
Auch wenn man die Mechanismen des below-the-line gleichermaßen gut kennt wie nicht leiden kann – dem Charme dieser Puma Virals kann man sich kaum entziehen. Ein Chor – natürlich gecasteter – Ultras intoniert auf herzzerreißende Weise Songs, die nicht wirklich mit dem aggressiven Erscheinungsbild der Fußballfans korrespondieren wollen: “Truly Madly Deeply” (Puma Chor UK) und “Ti amo” (Puma Chor Italien). Beim Empfehlen der beiden Filmchen sind wir uns des Zwiespaltes bewusst: denn natürlich sorgen wir durch diesen Blogpost für Click-Raten auf die YouTube Filme und agieren so gesehen als verlängerter, willfähriger Arm der Puma PR. Soll jeder Leser dieses Artikels selber entscheiden:
* Auf den Trittbrettern des Gängeviertels
Am 9. März 2010 von Olaf Bargheer | Kolumnen
Irgend etwas ist wohl wieder schief gelaufen im Staate Hamburg: PR-stark angekündigt, haben eine Reihe lokaler Musiker auf Initiative des Label-Betreibers und Konzert-Veranstalters Siebeth Darm einen Tribute-Song mit dem Titel “Komm in die Gänge” eingespielt. Sowas funktioniert prächtig bei Live-Aid und Haiti, warum also nicht auch für das Hamburger Gängeviertel. Dumm nur, dass die dort engagierten Künstler nichts davon wussten und auch gar nicht wissen wollen. Die Spenden- und Eintrittsgelder der “Gänge Allstars” jedenfalls gehen nicht an die Initiative im Gängeviertel, sondern – immerhin – an Viva con Aqua. In den Web-Foren ist nun ein Streit um Deutungshoheit, Markenverwendung und Authentizität entbrannt, der viel aussagt über die Vermarktungsmechanismen und die undeutlichen Abgrenzungen von alternativen / off / underground / NGO Initiativen. Für Leser, die den Public Relation Flächenbrand nicht in der Facebook-Gruppe des Gängeviertels mitverfolgen, hier eine Compilation.



