Archiv der Rubrik ‘Design & Architektur’
* Going Green 1949 Style
Am 9. Dezember 2011 von DARE Redaktion | Design & Architektur
Nicht vielen bekannt, dass Ice Cube Architektur studierte, bevor er zur West Coast Rap Ikone wurde. Pacific Standard Time war einen Nachmittag lang mit Ice Cube auf dem LA Inglewood Boulevard unterwegs, schließlich ließ man sich auf den Sesseln von Ray und Charles Eames 1949er Wohnhaus in den Hollywood Hills nieder: “Off-the-shelf factory windows, prefab walls – they was doing mash-ups before mash-ups even existed. The Eames made structure and nature one. This is going green 1949 style, bitch. Believe that.”
* Medienmix Fünfzehnternovemberzweitausendelf
Am 17. November 2011 von Olaf Bargheer | Design & Architektur, Literatur
Schöne, schlimme und in jedem Fall interessante Dinge, auf die man gerne hingewiesen wird. Heute zugegeben etwas burschikose Themen: Ikonen der Kriegsfotografie im LIFE Magazine, schöne Exponate aus achtzig Jahren Automobildesign, Messenger-Bags, sportliche Möbel und Snooker für Fortgeschrittene.
* kulturnews Award 2011
Am 10. November 2011 von DARE Redaktion | Bildende Kunst, Design & Architektur, Film, Literatur, Musik, Theater & Bühne
“Der kulturnews-Award ist der Preis von Deutschlands Fachpublikum für die besten Produktionen des Jahres. Befragt werden Meinungsmacher und Führungskräfte aus den Kulturbranchen Theater, Literatur, Musik, Film und Kunst nach ihren Kulturhighlights des Jahres 2011.” Keine Ahnung, wie genau die Meinungsmacher und Führungskräfte die Auswahl- und die Ausschlusskriterien für die kulturnews-Liste anlegen, konsensfähig ist das Line-up allemal.

* Alles Lüge
Am 1. November 2011 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Design & Architektur
Apple, Autos, Aufmerksamkeitsökonomie. Ein Gespräch mit Ina Grätz, Kuratorin der “Stylectrical” Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg – über Etikettenschwindel, kaschierende Oberflächen und warum bald jeder seinen persönlichen CO2-Coach brauchen wird beim Kauf eines AAA-Kühlschranks. Wir publizieren das Gespräch hier auszugsweise, vollständig nachzulesen ist das Interview in der DARE Printausgabe “Apocalypse Green”.

* Kongress für Anders
Am 8. April 2010 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Design & Architektur, Theater & Bühne
Wer mit Kulturveranstaltungen sein Ding macht, kennt beides: Man hat einen ungeheuer guten Inhalt, für den man mühselig und monatelang Räumlichkeiten suchen muss. Oder man kommt unerwartet an einen Leerstand, der es in sich hat, oder besser gesagt, haben sollte, also mit zu ersinnenden Formaten gefüllt werden will. Die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt weiß nicht mehr so recht zu sagen, wie die Lage bei ihrem aktuellen Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt war. Sicher ist: Sie hat auf verschlungenen Pfaden die Schlüssel für das fünfstöckige ehemalige Michaelis Krankenhaus im tiefsten familienfreundlichen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel bekommen und will die Flure, Operationssäle und Krankenzimmer für ein Kunst-, Design- und Musik-Fesival zur Verfügung stellen. Kongress für Anders betitelt sie die kurzfristig angesetzte letzte Aprilwoche, in der sich Künstler, Gestalter und Theatermacher auf den fünf Geschossen des denkmalgeschützten Altbaus austoben können. Isa Maschewski und Olaf Bargheer pirschten einen Vormittag lang gemeinsam mit Claudia Fischer-Appelt und Lars Kreyenhagen durch die Flure und Kellerräume des leerstehenden Michaelis Krankenhauses.
* Tenten Cuttings
Am 3. April 2009 von Olaf Bargheer | Design & Architektur
Investitionskräftige Global Player sind die bevorzugten Kunden für Grossflächenplakate. Wir wissen nicht, wie man als Street Art Künstler an die exponierten Flächen gelangt, 1010 jedenfalls scheint irgendwie zu den Entscheidern bei Ströer, Wall und Co durchgedrungen zu sein. Als wir den Kontakt zu ihm bekamen und fragten, was es mit den bildschönen Cuttings im Hamburger Stadtraum auf sich hat, schickte er uns ganz ohne klandestines Gebaren diese Bildstrecke und Erklärung…
* Kubik Hamburg
Am 2. April 2009 von Olaf Bargheer | Design & Architektur
Kubik Hamburg leidet vor dem Start wie die meisten Club und Kunst Formate unter den Fallstricken der Behörden: Die Eröffnung des Clubs am Brandshof, die für den 2. April vorgesehen war, musste um eine Woche verschoben werden, weil nötige Freigaben nicht ausreichend gegeben sind. In der ehemaligen Lagerhalle am Brandshofer Deich, die im vergangenen Sommer zwangsversteigert wurde, richten die Kubik-Veranstalter eine architektonische Lichtinstallation aus 154 industriellen Wassertanks ein, die über live-processing angesteuert werden. Architektur, Licht und elektronische Musik schaffen im Zusammenspiel ein kühles, grünes Environment in den rauhen Hallen des weitläufigen Brandshof Areals. An den Plattentellern wird sich in den Sommermonaten alles einfinden, was in Berlin und Hamburg Rang und Namen hat: Julius Steinhoff, Ed Davenport, Eurokai, die Gebrüder Teichmann…
* In mokis surrealen Welten
Am 28. Januar 2009 von DARE Redaktion | Design & Architektur
Text: Kim Kirchhoff
Früher wurden ihre Bilder als „zu sauber“ oder „zu glatt“ kritisiert. Doch macht Sauberkeit einen Teil der Faszination aus, die man vor mokis Bildern spürt: Die glatten Acryloberflächen täuschen, sie führen den Betrachter in die Irre: hier ist nichts wie es scheint. Die naturgetreue, mit feinsten Pinselstrichen dargestellte Eule hat auf den zweiten Blick gar keinen Schnabel sondern einen leicht verkniffenen Mund; der Vogel haust in einer Sofakissen- höhle, doch eine verrutschte Decke gibt den Blick frei auf alte knorrige Baumrinde.

* Clownfish Kunst Cluster Wuppertal
Am 2. September 2008 von Olaf Bargheer | Design & Architektur
Zwei Jahre bevor die Region die Kulturhauptstadt 2010 stellt, rüstet sich eine Industriebrache zum Hot Spot der Kreativwirtschaft.
In Wuppertal, einer dieser gern belächelten, dabei aber malerisch gelegenen Städte, steht ein aufgegebenes Fabrikensemble der Firma Elba. Elba stellt seit Jahrzehnten Aktenordner her, nicht ganz so erfolgreich wie Leitz, dafür aber wesentlich günstiger. Die Produktion ist mittlerweile an den Stadtrand verlagert, Fabrikhallen und Bürogebäude an der Wupper machen jetzt das durch, was malerischen Industriebrachen in urbanen Räumen gern angedacht wird: man nutzt sie für Kultur.
* Die Unruhe der Buchfinken
Am 1. September 2008 von Olaf Bargheer | Design & Architektur
‘Das war doch mal recht aufschlussreich’, kommentierte der Publizist Holm Friebe eine müde Panelrunde zum Thema ‘Ressource Kreativität’. ‘Ich komme mir ein wenig vor wie ein Buchfink in der Sicht eines Ornithologen.’ Was die Panelrunde zuvor unternommen hatte, war der Versuch, in Kuchendiagrammen wissenschaftlich aufzudröseln, wie die Arbeits- und Lebensformen der wachsenden Schar der Kreativwirtschaftler aussehen. Holm Friebe, so gesehen Kreativwirtschaftler der ersten Stunde, hatte vor zwei Jahren den Begriff der ‘digitalen Bohème’ entwickelt und wird seitdem als Referent herumgereicht. Nun zuppelte er an seinem schwarzen Cord, strich sich eine Strähne aus dem breiten Gesicht und fühlte sich sichtbar unwohl. Was interessiert den Buchfink die Klassifizierung eines Ornitologen. Er sieht zu, dass er seine Bucheckern zusammen bekommt. Für die Kleinen im unsicheren Nest. Für den nächsten Winter.












