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	<title>DARE &#187; Design &amp; Architektur</title>
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	<description>Magazin für Kunst und überdies</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 Jul 2010 21:24:52 +0000</lastBuildDate>
	
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		<title>Kongress für Anders</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bargheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Theater & Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[	Wer mit Kulturveranstaltungen sein Ding macht, kennt beides: Man hat einen ungeheuer guten Inhalt, für den man mühselig und monatelang Räumlichkeiten suchen muss. Oder man kommt unerwartet an einen Leerstand, der es in sich hat, oder besser gesagt, haben sollte, also mit zu ersinnenden Formaten gefüllt werden will. Die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt weiß nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wer mit Kulturveranstaltungen sein Ding macht, kennt beides: Man hat einen ungeheuer guten Inhalt, für den man mühselig und monatelang Räumlichkeiten suchen muss. Oder man kommt unerwartet an einen Leerstand, der es in sich hat, oder besser gesagt, haben sollte, also mit zu ersinnenden Formaten gefüllt werden will. Die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt weiß nicht mehr so recht zu sagen, wie die Lage bei ihrem aktuellen Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt war. Sicher ist: Sie hat auf verschlungenen Pfaden die Schlüssel für das fünfstöckige ehemalige Michaelis Krankenhaus im tiefsten familienfreundlichen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel bekommen und will die Flure, Operationssäle und Krankenzimmer für ein Kunst-, Design- und Musik-Fesival zur Verfügung stellen. <a href="Kongress: http://www.facebook.com/pages/Kongress-fur-Anders/107417202623737?v=wall">Kongress für Anders</a> betitelt sie die kurzfristig angesetzte letzte Aprilwoche, in der sich Künstler, Gestalter und Theatermacher auf den fünf Geschossen des denkmalgeschützten Altbaus austoben können. Isa Maschewski und Olaf Bargheer pirschten einen Vormittag lang gemeinsam mit <a href="http://www.mamamoto.de/">Claudia Fischer-Appelt </a>und <a href="http://www.markenpersonal.de/">Lars Kreyenhagen</a> durch die Flure und Kellerräume des leerstehenden Michaelis Krankenhauses.</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Kongress_für_Anders_Logo_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-906" title="Kongress_für_Anders_Logo_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Kongress_für_Anders_Logo_web.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a></p>
	<p><span id="more-902"></span><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_1_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-913" title="Michaeliskrankenhaus_#1_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_1_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Kongress_fur_Anders_Videotrailer_Still.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-929" title="Kongress_fur_Anders_Videotrailer_Still" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Kongress_fur_Anders_Videotrailer_Still.jpg" alt="" width="500" height="270" /></a></p>
	<p><em>Videotrailer zum Festival. <a href="http://www.facebook.com/video/video.php?v=375628092685#!/video/video.php?v=375628092685&amp;ref=nf">Click</a> to start.</em></p>
	<p>Als wir mit Claudia Fischer-Appelt in der letzten Märzwoche Kontakt aufnahmen, schrieben wir ihr, dass ihr Vorhaben immerhin &#8220;noch weitgehend unbekannt&#8221; sei. Darüber musste sie schmunzeln: Den Zwischennutzungs- vertrag unterschrieb sie erst am darauffolgenden Tag: Kick off 23 Tage vor Veranstaltungsbeginn. Ihr April verspricht also &#8211; beschönigend ausgedrückt &#8211; intensiv zu werden: ein Kraftakt.</p>
	<p>Der einwöchige <a href="Kongress: http://www.facebook.com/pages/Kongress-fur-Anders/107417202623737?v=wall">Kongress für Anders</a> verzichtet auf nahezu jede inhaltliche Ausrichtung und präsentiert Mischformen: Drei Etagen plus Unterkellerung stehen für Theaterperformances, Kunst und Design zur Verfügung. Im Dachgeschoss rocken sieben Abende lang Sound Systems und DJ Sets die hoffentlich tolerante Nachbarschaft. Wie muss man sich das vorstellen? Ein bisschen wie <a href="http://frappant.blogsome.com/">Frappant</a>, nur ohne gesellschaftlich-politischen Impetus. Ein wenig wie <a href="http://dingdong.ag/">Ding Dong</a>, nur ohne Senseo Produktions- und Marketing-Gelder. Und mit viel Verständnis für &#8220;Experiment, Spontaneität und Intuition&#8221;, wie Claudia Fischer-Appelt einräumt. Drei Wochen Vorbereitungszeit fordern ihren Tribut.</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_6_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-907" title="Michaeliskrankenhaus_#6_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_6_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_7_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-908" title="Michaeliskrankenhaus_#7_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_7_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p>Ein großer Teil der Räume wird mit Design-Ausstellungen bestückt werden. Claudia Fischer-Appelts berufliches Netzwerk kommt hier zugute. Auch ein Blick auf die Liste der angefragten Hamburger Künstler war vielversprechend. In Claudia Fischer-Appelts Rechner stehen viele gute Namen, die starke künstlerische Positionen versprechen und über den Leiter des <a href="http://www.kunsthaushamburg.de/">Kunsthauses</a>, Claus Mewes eingeladen sind. Allein, die extrem knappe Vorbereitungszeit und der chronische Mangel an Produktionsgeldern wird wohl viele Teilnahmen ausschließen.</p>
	<p>In Hamburg vertreten sein werden acht Kunststudenten aus <a href="http://klasse.gregor-schneider.de/">Gregor Schneiders Berliner UdK Klasse</a>, die beim <a href="http://www.facebook.com/pages/Kongress-fur-Anders/107417202623737?v=wal">Kongress für Anders</a> eine Woche lang Arbeiten zum Thema <em>Illegalität</em> entwickeln. Man möge sich eine Minute lang vorstellen, was Gregor Schneider selber &#8211; mit ausreichend Vorlaufzeit und Produktionsetat versehen &#8211; mit den langen, schummrigen Fluren und den gekachelten Kellerräumen des Krankenhaustraktes angestellt hätte.</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_3_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-909" title="Michaeliskrankenhaus_#3_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_3_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_2_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-910" title="Michaeliskrankenhaus_#2_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_2_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p>Gut, mit an Bord zu haben, sind außerdem Lesungen und Theaterproduktionen wie der <em>Ultimative andere Arztroman</em> des <a href="http://www.hamburgersprechwerk.de/html/nav/frame_spielort.html">Sprechwerk Theaters</a> oder das mobile Filmprojekt <a href="http://flexiblesflimmern.de">Flexibles Flimmern</a>, von dem man eine Aufführung von Lars von Triers sechsstündigem Krankenhaus-Thriller <em>Geister</em> erwartet hätte. Holger Kraus von den Flimmerern denkt aber eher an einen Streifen zum Sujet <em>Illegalität</em>.</p>
	<p>Denn &#8211; und hier findet sich ein gemeinsamer Drehpunkt aller am Kongress Beteiligter &#8211; sämtliche Erlöse aus Barumsatz und Kunstwerk-Verkauf gehen an die Non-Profit-Organisation <a href="http://www.medibuero-hamburg.org/wiki/doku.php">Medibüro</a>, die Flüchtlinge und illegale Migranten mit kostenfreier medizischer Versorgung unterstützt. Das allein sollte zur Teilnahme ermuntern. Lars Kreyenhagen und Claudia Fischer-Appelt stellen sich eine 30:70 Teilung mit den Künstlern vor: Beim Verkauf eines Exponates geht so ein Großteil des Geldes als Spende an die Hilfsorganisation. Ein Drittel geht zur Deckung der Materialkosten an den Künstler. Kontakte zu Hamburger Sammlern und Mäzenen wurden bereits angebahnt. Wenn die Rechnung aufgeht, bildet das hoffentlich zahlreiche Publikum am Eröffnungsabend eine Mischung aus Partyvolk, Kunstszene und Eimsbütteler Nachbarschaft.</p>
	<p>Übrigens: Der Investor des ehemaligen Krankenhauses skizziert einen ebenso straffen Zeitplan wie die Ausstellungsmacher. Kurz nach dem Abbau des Zwischennutzungs-<a href="Kongress: http://www.facebook.com/pages/Kongress-fur-Anders/107417202623737?v=wall">Kongress für Anders</a> sollen im Mai die Bauarbeiten am Altbau beginnen. Zwanzig exklusive Eigentumswohnungen sollen binnen Jahresfrist bezugsfertig sein. Finanzkräftigen Lesern, die eine solche Immobilie anspricht, muss an dieser Stelle die Luft aus den Segeln genommen werden: Die zwischen 130 und 180 qm großen Altbauwohnungen waren schon vergeben, kaum dass die Grundrisse fertig gezeichnet waren.</p>
	<p><em>Kongress für Anders / 23. &#8211; 30.04.2010 / Michaelis Krankenhaus / Am Weiher 7 / 20255 Hamburg</em></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_5_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-911" title="Michaeliskrankenhaus_#5_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_5_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_4_web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-912" title="Michaeliskrankenhaus_#4_web" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2010/04/Michaeliskrankenhaus_4_web.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span>
</p>
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		<title>Tenten Cuttings</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 14:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bargheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Cuttings]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[street art]]></category>
		<category><![CDATA[tenten]]></category>

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		<description><![CDATA[	Investitionskräftige Global Player sind die bevorzugten Kunden für Grossflächenplakate. Wir wissen nicht, wie man als Street Art Künstler an die exponierten Flächen gelangt, 1010 jedenfalls scheint irgendwie zu den Entscheidern bei Ströer, Wall und Co durchgedrungen zu sein. Als wir den Kontakt zu ihm bekamen und fragten, was es mit den bildschönen Cuttings im Hamburger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Investitionskräftige Global Player sind die bevorzugten Kunden für Grossflächenplakate. Wir wissen nicht, wie man als Street Art Künstler an die exponierten Flächen gelangt, 1010 jedenfalls scheint irgendwie zu den Entscheidern bei Ströer, Wall und Co durchgedrungen zu sein. Als wir den Kontakt zu ihm bekamen und fragten, was es mit den bildschönen Cuttings im Hamburger Stadtraum auf sich hat, schickte er uns ganz ohne klandestines Gebaren diese Bildstrecke und Erklärung&#8230;</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-622" title="dare_street_art_1010_cuttings3" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings3.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings3" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><span id="more-621"></span>&#8220;Ein kurzer Blick im Vorübergehen, Passanten bleiben stehen andere machen sofort ein Foto. Durchstreift man Hamburg ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß unvermittelt wie auch unvorbereitet den Cut Outs von tenten/1010 zu begegnen. Oft sind es exponierte Werbeflächen, Baustellenzäune oder symbolträchtige Rundbögen, welche einen sakralen Rahmen für die lebendig gewordenen Formen bilden, deren Geometrie bereits auf zwingende und ewige Gesetzmäßigkeiten zu verweisen scheint.</p>
	<p>Der Ikonenmalerei verwandt wohnen wir konkreten Szenen von Unterdrückung, Bedrohung, Verlangen, Ausbeutung oder Flucht bei ohne dass es erläuternder Worte braucht. Zwar ist der Bezug zu religiösen Motiven und Themen deutlich, nur treffen wir keine fremden übernatürlichen Mächte in irdischer Gestalt an. Die Symbole selbst sind zum Leben erwacht und tyrannisieren ihre eigenen Schöpfer. Die Kritik geht also über die Gesellschaft betreffenden Zuständen hinaus, vielmehr verweist Sie auf Grundmuster, die seit Entstehung des menschlichen Bewusstseins präsent und bestimmend für den Gang der irdischen Geschicke sind. Wir haben es also mit vielmehr als Streetart zu tun, die sich das modische Kleid der Gesellschafts- oder Kapitalismuskritik übergestreift hat.</p>
	<p>Was für die Formen gilt, trifft auch auf das reduzierte Farbspektrum zu, das sicherlich teilweise dem Medium geschuldet sein mag. Der Dreiklang aus Schwarz, Weiß und Magenta weist möglicherweise auf eine Trinität hin anders als es der Name 1010 mit seinem mehrdeutigen Dualismus suggerieren mag. In der Hamburger Innenstadt begegnen wir modernen Mythen, die eine zeitgemäße Neuinterpretation der gegenwärtigen Conditio humana wagen.&#8221;</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-623" title="dare_street_art_1010_cuttings6" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings6.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings6" width="500" height="334" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-624" title="dare_street_art_1010_cuttings4" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings4.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings4" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings5.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-625" title="dare_street_art_1010_cuttings5" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings5.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings5" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-626" title="dare_street_art_1010_cuttings2" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings2.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings2" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-627" title="dare_street_art_1010_cuttings1" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/dare_street_art_1010_cuttings1.jpg" alt="dare_street_art_1010_cuttings1" width="500" height="334" /></a>
</p>
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		<title>Kubik Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 08:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bargheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Brandshof]]></category>
		<category><![CDATA[Club]]></category>
		<category><![CDATA[DJ]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kubik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[temporäre Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[	Kubik Hamburg leidet vor dem Start wie die meisten Club und Kunst Formate unter den Fallstricken der Behörden: Die Eröffnung des Clubs am Brandshof, die für den 2. April vorgesehen war, musste um eine Woche verschoben werden, weil nötige Freigaben nicht ausreichend gegeben sind. In der ehemaligen Lagerhalle am Brandshofer Deich, die im vergangenen Sommer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Kubik Hamburg leidet vor dem Start wie die meisten Club und Kunst Formate unter den Fallstricken der Behörden: Die Eröffnung des Clubs am Brandshof, die für den 2. April vorgesehen war, musste um eine Woche verschoben werden, weil nötige Freigaben nicht ausreichend gegeben sind. In der ehemaligen Lagerhalle am Brandshofer Deich, die im vergangenen Sommer zwangsversteigert wurde, richten die Kubik-Veranstalter eine architektonische Lichtinstallation aus 154 industriellen Wassertanks ein, die über live-processing angesteuert werden. Architektur, Licht und elektronische Musik schaffen im Zusammenspiel ein kühles, grünes Environment in den rauhen Hallen des weitläufigen Brandshof Areals. An den Plattentellern wird sich in den Sommermonaten alles einfinden, was in Berlin und Hamburg Rang und Namen hat: Julius Steinhoff, Ed Davenport, Eurokai, die Gebrüder Teichmann&#8230;</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-552" title="kubik2" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik2.jpg" alt="kubik2" width="500" height="334" /></a></p>
	<p><span id="more-548"></span><a href="http://www.kubikhamburg.de">www.kubikhamburg.de</a><br />
<a href="http://www.kubikberlin.de">www.kubikberlin.de</a><br />
<a href="http://www.kubikbarcelona.com">www.kubikbarcelona.com</a><br />
<a href="http://www.kubiklisboa.com">www.kubiklisboa.com</a></p>
	<p><object width="500" height="340"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eulf2BKt7dM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;showinfo=0"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/eulf2BKt7dM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="340"></embed></object></p>
	<p><object width="500" height="344" data="http://www.youtube.com/v/34m-dHsut28&#038;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash"><br />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
<param name="allowscriptaccess" value="always" />
<param name="src" value="http://www.youtube.com/v/34m-dHsut28&#038;showinfo=0" />
<param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-550" title="kubik1" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik1.jpg" alt="kubik1" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-551" title="kubik4" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik4.jpg" alt="kubik4" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-549" title="kubik6" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik6.jpg" alt="kubik6" width="500" height="333" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-553" title="kubik3" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/04/kubik3.jpg" alt="kubik3" width="500" height="333" /></a></p>
	<p>Alle Fotos Courtesy Kubik Barcelona, Lissabon, Berlin, Hamburg
</p>
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		<title>In mokis surrealen Welten</title>
		<link>http://blog.daremag.de/2009/01/in-mokis-surrealen-welten/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 17:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daremag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[	Text: Kim Kirchhoff
	Früher wurden ihre Bilder als „zu sauber“ oder „zu glatt“ kritisiert. Doch macht  Sauberkeit einen Teil der Faszination aus, die man vor mokis Bildern spürt: Die glatten Acryloberflächen täuschen, sie führen den Betrachter in die Irre: hier ist nichts wie es scheint. Die naturgetreue, mit feinsten Pinselstrichen dargestellte Eule hat auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Text: Kim Kirchhoff</strong></p>
	<p>Früher wurden ihre Bilder als „zu sauber“ oder „zu glatt“ kritisiert. Doch macht  Sauberkeit einen Teil der Faszination aus, die man vor mokis Bildern spürt: Die glatten Acryloberflächen täuschen, sie führen den Betrachter in die Irre: hier ist nichts wie es scheint. Die naturgetreue, mit feinsten Pinselstrichen dargestellte Eule hat auf den zweiten Blick gar keinen Schnabel sondern einen leicht verkniffenen Mund; der Vogel haust in einer Sofakissen- höhle, doch eine verrutschte Decke gibt den Blick frei auf alte knorrige Baumrinde.</p>
	<p><img class="size-medium wp-image-363 alignnone" title="mume" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2009/01/mume-500x497.jpg" alt="mume" width="500" height="497" /></p>
	<p><span id="more-360"></span>Oft ist der Betrachter Zeuge einer Verwandlung, die Subjekte sind im Werden begriffen – oder schwinden sie dahin? Diese Ambivalenz spricht die ganz eigene Wahrnehmung an, hier muss sich jeder seinen Teil selbst denken. Zwar träumen zwei Menschen nie denselben Traum aber das „nicht-von dieser-Welt-Gefühl“, das man oft nach dem Aufwachen spürt, befällt einen sofort beim Betrachten von mokis Kunst. Auffällig sind die stark wechselnden Formate, aber man fühlt eine gewisse Zwangsläufigkeit, jedes Ding hat seine eigene Größe, das muss so sein und gehört auch so.</p>
	<p>Den Titel hat die Künstlerin sich als Phantasiewort ausgedacht: &#8220;mume“. Erst später hat sie herausgefunden, dass es ein altes Wort für Tante oder auch Cousine ist. Wie in ihrer Kunst entspringt etwas der Phantasie und wandelt sich im neuen Kontext, seien es nun Worte oder Traumlandschaften, zu einer gelungenen Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem.</p>
	<p>Die Ausstellung &#8220;mume“ läuft noch bis zum 30. Januar 2009 bei heliumcowboy artspace.
</p>
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		<title>Clownfish Kunst Cluster Wuppertal</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 13:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bargheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jahre bevor die Region die Kulturhauptstadt 2010 stellt, rüstet sich eine Industriebrache zum Hot Spot der Kreativwirtschaft.

In Wuppertal, einer dieser gern belächelten, dabei aber malerisch gelegenen Städte, steht ein aufgegebenes Fabrikensemble der Firma Elba. Elba stellt seit Jahrzehnten Aktenordner her, nicht ganz so erfolgreich wie Leitz, dafür aber wesentlich günstiger. Die Produktion ist mittlerweile an den Stadtrand verlagert, Fabrikhallen und Bürogebäude an der Wupper machen jetzt das durch, was malerischen Industriebrachen in urbanen Räumen gern angedacht wird: man nutzt sie für Kultur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Zwei Jahre bevor die Region die Kulturhauptstadt 2010 stellt, rüstet sich eine Industriebrache zum Hot Spot der Kreativwirtschaft.</strong></p>
	<p>In Wuppertal, einer dieser gern belächelten, dabei aber malerisch gelegenen Städte, steht ein aufgegebenes Fabrikensemble der Firma Elba. Elba stellt seit Jahrzehnten Aktenordner her, nicht ganz so erfolgreich wie Leitz, dafür aber wesentlich günstiger. Die Produktion ist mittlerweile an den Stadtrand verlagert, Fabrikhallen und Bürogebäude an der Wupper machen jetzt das durch, was malerischen Industriebrachen in urbanen Räumen gern angedacht wird: man nutzt sie für Kultur.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web19.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-54" title="web19" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web19.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p><span id="more-40"></span></p>
	<p>In der Elba Fabrik fand am letzten Augustwochenende das Clownfish Kunst Cluster statt, gut 200 Künstler auf 1500 qm, Ausstellungen, Performances, Gesprächsrunden und ein grossen Clubbing des Kölner Radiosenders 1Live. Alles, was es an Kritik zu äussern gäbe zu plakativen Betitelungen (Cluster) und wenig präziser Themenwahl (bildende und darstellende Kunst, Design, Architektur wurden in eine grosse Waschtrommel gesteckt) prallt ab an der charmanten Tatsache, dass die dreitägige Veranstaltung eigeninitiativ von gerade einer Handvoll junger Designer und Kommunikationswissenschaftler geschmissen wurde.</p>
	<p>Der Essener Designer Hans Dirk Schellnack wurde gebeten, aus seinem Umkreis eine Diskussionsrunde zu rekrutieren, die einen Abend lang Schnittstellen zwischen Kunst, Design und Architektur klärt &#8211; Gewerke, die gerne unter dem Begriff Creative Industries zusammen gefasst werden, in der Praxis aber selten Austausch betreiben.</p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/clownfish_1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51" title="clownfish_1" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/clownfish_1.jpg" alt="" width="400" height="400" /></a></p>
	<p>Die Runde wurde dann Kunst Cluster Symposium betitelt, unglücklicherweise von der Stadt Wuppertal weder finanziell unterstützt noch beworben und mitten in den Aufbau der 1Live Riggs und Tonpulte gelegt. Im Angesicht dieses etwas konfusen Settings bewaffneten sich Referenten und Zuhörer lieber gleich mit den bereit gestellten Bieren und tasteten sich in eine kaum strukturierte, dabei umso lebendigere Diskussion.</p>
	<p>Martin Woodtli (Zürich) und Chris Rehberger (Berlin) vertraten gemeinsam mit dem Moderator den Bereich visuelle Gestaltung, Björn Syffus (Düsseldorf) die Architektur, Olaf Bargheer (Hamburg) und Reinhard Wiesemann (Essen) Randbereiche der Kunst &#8211; beide verstehen sich eher als Kulturunternehmer und umschifften sicherheitshalber jede harte Definition von Kunst. Rehberger, obwohl mit mehr als einem Bein in der bildenden Kunst, hielt sich ebenfalls lieber an designorientierte Themen. Bei Verweisen auf seinen Bruder Tobias blickte er unbeteiligt hinüber zur 1Live Lichttechnik, die im Laufe der zweistündigen Gesprächsrunde Gestalt annahm.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-89" title="web1" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web1.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p>Der Wiener Markus Hanzer schliesslich, seit 30 Jahren im Geschäft und mit allen Wassern des Motion-Design seit den Anfängen des Privatfernsehens gewaschen, bekam ein wenig den Part einer grauen Eminenz. Er sprach selten, aber mit Tragweite, schwarzer Anzug und Wiener Dialekt unterstützten seine Position der ruhigen Hand.</p>
	<p>Die 7 kennen ihr Geschäft und empfanden wohl beides: zum einen das wohltuende Gefühl, Einvernehmen zu erzielen über die ähnlichen Fragestellungen und Provisorien in ihren unterschiedlichen kreativwirtschaflichen Branchen; zum anderen, dass der Impuls, disziplinenübergreifend zu agieren, nicht von ihnen selber ausgeht, sondern von einer unklaren Gemengelage aus Neoliberalismus, Stadtmarketing und Richard Florida.</p>
	<p>Die Creative Industries sind ein Gebilde, das sich nicht von innen heraus konstituiert. Der verheissungsvoll klingende Begriff wird als Label verwendet. Es klebt an den Türen von Architektenbüros und Redaktionen, auf den Cases der 1Live Roadies und den Galerieräumen, mit denen Reinhard Wiesemann in Essen und Olaf Bargheer in Hamburg zusammen arbeiten.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web13.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-90" title="web13" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web13.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p>Veranstaltungen wie das Clownfish Symposium oder der vor einiger Zeit vom Hamburger Kunstverein und Kampnagel veranstaltete Künstlerworkshop nehmen in diesem Spannungsfeld eine vollends ambivalente Rolle ein: sie tragen das Label an die teilnehmenden Künstler und Designer weiter &#8211; und müssen es sich zunächst selber quer über den Veranstaltungstitel stickern.</p>
	<p>Man weiss kaum mehr, wie man in diesem Feld unabhängig operieren kann. Jeder produktive Schritt befeuert die Maschinerie weiter. Man ahnt sofort, dass man Instrumentalisierung, Marketing und Hype Vorschub leistet. Welche authentischen Veranstaltungstitel und -formate stehen noch zur Verfügung? Lässt sich noch von eigenständigen Erfahrungen berichten, ohne ein Abziehbild des Freelancers zu zeichnen?</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web17.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-91" title="web17" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web17.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p>Zum Schluss hin wurden Empfehlungen ausgesprochen. Ja, es gibt schon zu viele Master-Kulturmanagement-Studenten an den Unis von Lüneburg und Bochum. Der Konkurrenzdruck nimmt zu. Ja, es ist mit grossem Improvisationsvermögen verbunden, in der Kreativwirtschaft seine Nische zu suchen und zu nutzen. Wohlhabend ist keiner der 7 geworden (am ehesten noch der Architekt Björn Syffus und der Platzhirsch Markus Hanzer). Man bleibt gewissermassen Berufsjugendlicher.</p>
	<p>Aber: Es würde niemand etwas anderes machen wollen. Und das hat nichts mit der vermeintlichen Freiheit zu tun, keine geregelten Büroarbeitszeiten einhalten zu müssen. Es ist unbedingte Leidenschaft und ein Instinkt für kreative Qualität, der Martin Woodtli, Björn Syffus und die anderen an ihre Arbeitweise glauben lässt &#8211; und die Clownfish Crew trotz finanzieller Verluste ein charmantes dreitägiges Festival auf die Beine stellen lässt. Die Anerkennung von institutioneller Seite wird sicher rückwirkend kommen. Spätestens, wenn die Region das Programm für die Kulturhauptstadt Europas 2010 schnürt.</p>
	<p><strong>Links zum Thema</strong></p>
	<p><a href="http://www.clownfisch.eu/">CLOWNFISH</a> Magazin<br />
<a href="http://www.page-online.de/weblog/comments/23101/">PAGE MAGAZIN</a> zum Clownfish Kunst Cluster<br />
<a href="http://www.fontblog.de/nrw-tag-2008-wuppertal">FONTBLOG</a> zum Clownfish Kunst Cluster<br />
<a href="http://www.hdschellnack.de/?p=2893">HD SCHELLNACK</a> Blog Clownfish Beitrag<br />
<a href="http://www.hdschellnack.de/?p=2905">HD SCHELLNACK</a> Blog Clownfish Bildstrecken<br />
<a href="http://www.doublestandards.net/website/index.php">DOUBLESTANDARTS</a> Agentur von Chris Rehberger<br />
<a href="http://www.woodt.li/">WOODTLI</a> Website von Martin Woodtli<br />
<a href="http://www.mira4.com/">MIRA4</a> Agentur von Markus Hanzer<br />
<a href="http://architektengruppe.info/flash/index.html">ARCHITEKTENGRUPPE</a> von Jörn Syffus<br />
<a href="http://www.unperfekthaus.de/">UNPERFEKTHAUS</a> Projekt von Reinhard Wiesemann</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web21.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-92" title="web21" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web21.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web23.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-93" title="web23" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web23.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
	<p><a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web20.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-94" title="web20" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/web20.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
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		<title>Die Unruhe der Buchfinken</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 09:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bargheer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[	‘Das war doch mal recht aufschlussreich’, kommentierte der Publizist Holm Friebe eine müde Panelrunde zum Thema ‘Ressource Kreativität’. ‘Ich komme mir ein wenig vor wie ein Buchfink in der Sicht eines Ornithologen.’ Was die Panelrunde zuvor unternommen hatte, war der Versuch, in Kuchendiagrammen wissenschaftlich aufzudröseln, wie die Arbeits- und Lebensformen der wachsenden Schar der Kreativwirtschaftler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>‘Das war doch mal recht aufschlussreich’, kommentierte der Publizist Holm Friebe eine müde Panelrunde zum Thema ‘Ressource Kreativität’. ‘Ich komme mir ein wenig vor wie ein Buchfink in der Sicht eines Ornithologen.’ Was die Panelrunde zuvor unternommen hatte, war der Versuch, in Kuchendiagrammen wissenschaftlich aufzudröseln, wie die Arbeits- und Lebensformen der wachsenden Schar der Kreativwirtschaftler aussehen. Holm Friebe, so gesehen Kreativwirtschaftler der ersten Stunde, hatte vor zwei Jahren den Begriff der ‘digitalen Bohème’ entwickelt und wird seitdem als Referent herumgereicht. Nun zuppelte er an seinem schwarzen Cord, strich sich eine Strähne aus dem breiten Gesicht und fühlte sich sichtbar unwohl. Was interessiert den Buchfink die Klassifizierung eines Ornitologen. Er sieht zu, dass er seine Bucheckern zusammen bekommt. Für die Kleinen im unsicheren Nest. Für den nächsten Winter.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/0212_dare_blog_400px.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-169" title="0212_dare_blog_400px" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/0212_dare_blog_400px.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p><span id="more-168"></span>Bohème, mit dieser Titulierung ist man d’accord, wenn man in Agenturen sein Brot verdient, im Journalismus, im Kulturbetrieb, im Design. Eine kribbelige Anrüchigkeit schwingt da mit, eine Unstetigkeit, die einen davor bewahrt, sich festzulegen, offshore segeln auf kabbeliger See, auf der Brandung der implodierten Arbeitswelt surfen. Der Bohèmien ist gewappnet, weil er nie einen Glauben besaß, der erschüttert werden konnte. Weil er keinen Job verlieren kann, lediglich einen Pitch, ein freiberufliches Engagement. Zwischen Gelassenheit und Sturheit passen nur wenige Blatt Papier.</p>
	<p>Ich bin ein gelassener Mensch. Niedersachse. Kaufmannsfamilie. Pragmatisch, zwei Beine auf dem von Wind und Regen fermentierten Boden. Ich schlage mich durch das Jahr, mit exakt dem Auskommen, das die Soziologie neuerdings als Durchschnitt der kreativen Klasse taxiert. Vor der Tür meiner Bürogemeinschaft parkt ein durstiger alter Kombi. Auf dem Schreibtisch Moleskine Notizen. Der Apfel auf meinem Rechner ist mit Gaffa-Tape abgeklebt. Wenn ich Freunde treffe, habe ich jedes Mal eine neue Story, ein neues Engagement. Ich sage immer: Da hat sich ein hochspannendes Projekt aufgetan, in das ich involviert bin. Meine Freunde sagen dann: Verdammte Axt, du redest immer so leidenschaftlich von deinen Jobs, du kriegst es hin, immer an Sachen zu sitzen, die du inhaltlich voll vertreten kannst. Kein träger Apparat. Keine Reibungsverluste. Chapeau.</p>
	<p>Mit sechs Jahren lernt man: Dass man mit einem Fahrrad nicht umfällt, liegt daran, dass man mit hoher Geschwindigkeit fährt. Wer Tempo rausnimmt, auf der Stelle verharrt, kippt um.</p>
	<p>Mit sechs Jahren hat man auch schon gelernt: Leg dir die Tatsachen so zurecht, dass du gut dabei ausschaust. Eine sichere Strategie, nicht angreifbar zu sein. Wir suchen die Gewissheit, selbst wenn sie autosuggestiv begründet ist. Kollektiv mit Style aufgeladene Gewissheiten nennt man Hype.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/dsc_0013_sw_400px.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-170" title="dsc_0013_sw_400px" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/dsc_0013_sw_400px.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p>Ich stecke in einem Hype. Ich bediene einen Hype. Und komme nicht umhin festzustellen: mein kreativwirtschaftliches Leben jenseits der Festanstellung spart eine entscheidende Leerstelle aus: Die Idee ist gut, aber die Welt noch nicht bereit. Der alternative Arbeits- und Lebensentwurf erfährt mehr und mehr Zuspruch und Zulauf, weil er den Einzelnen Rückhalt gibt in ihren Versuchen, Designstores im Hamburger Karoviertel aufzumachen, 60er Jahre Nussbaum Möbel am Prenzlauer Berg zu verkaufen oder virale Marketingstrategien an Global Player Unternehmen. Eine Architektengemeinschaft versteht es, renommierter rüberkommen als eine alteingesessene Anwaltskanzlei. Mit Verve geschriebene Ratgeberliteratur der digitalen Bohème lässt sich gut niedersächsischen Eltern in die Hand drücken oder Kulturmanagementstudenten, die in ihren Master Studiengängen Audience Development für Staatstheater gelehrt bekommen, aber nicht, wie sich Kreativität wirklich entfalten kann.</p>
	<p>Die Kreativität ist ein Mantra. Die Bohème ist ein Mantra. Wir tragen es vor uns her, wir murmeln es vor uns hin, repetitiv, wenn wir mit dem Volvo an der Super-Zapfsäule stehen, mit dem abeklebten Apfel in einen unbezahlten Pitch gehen, unserer Freundin die Zweifel an Familienplanung zu nehmen versuchen. Der Buchfink braucht schon deshalb die Klassifizierung des Ornithologen nicht, weil er genügend Buchfink-Compañeros um sich hat, die ihm bestätigen: Wir sind die Buchfinken. Eine formidable Vogelspezies, mit Chuzpe und Understatement. Wir wissen, was wir tun, und was wir tun, ist gut, weil kreativ.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span><br />
<a href="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/dsc_0271_sw_400px.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-171" title="dsc_0271_sw_400px" src="http://blog.daremag.de/wp-content/uploads/2008/10/dsc_0271_sw_400px.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><br />
<span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p>‘There are no answers. Only choices’, erkennt der in Ungewissheit gestürzte George Clooney in Steven Soderbergh’s ‘Solaris’ Adaption. Wir suchen den Halt im Hype immer dann, wenn wir um Erklärungen verlegen sind. Es ist eine Entscheidung für den Stil, nicht den Gehalt. Mit einem durstigen Wagen und einer Club Mate werktagnachmittags am Fischmarkt langzublubbern ist nicht zuletzt Trotz und Selbstvergewisserung. Die Insignien der kreativen Bohème geben uns den Halt, den wir zu verlieren drohen bei Fragen nach der Substanz und Nachhaltigkeit dessen, was wir da treiben. Wie lange kann man sich aufreiben im Kulturbetrieb, wie viele halbgar zurechtgeköchelte Projekte braucht es, um Müdigkeit zu empfinden und Zynismus das Feld zu überlassen. Die Kälber der Kreativwirtschaft tragen eine veritable Schicht Gold. Aber klopft man sie auf Inhalte ab, ist der hohle Klang von geschulten Ohren gut zu vernehmen.</p>
	<p>Das Einrichten in einem permanenten Provisorium bildet einen Resonanzkörper, der das Grundmissverständnis der digitalen Bohème durchklingen lässt: Hier geht es nicht wirklich um Selbstverwirklichung. Hier kennt man keine wirkliche Gelassenheit. Man schläft im Schlafsack. Kocht mit Gas. Sammelt Beeren. Wer dabei Idylle assoziiert, übersieht, dass dahinter Hunger lauert. Kalte Nächte. Unsichere Pfade. Heimweh.</p>
	<p>Die Sache muss sich zurechtrütteln. Der Hype um die Kreativwirtschaft ist im Augenblick stärker als ihre Struktur. Wer seit Jahren drin steckt, wird seine Nischen ausbauen, mit einer Dienstleistungshaltung, die Abstand zu den Dingen bewahrt und ein gewisses seismografisches Gespür. Pragmatismus ist eine reichlich wenig bohèmehafte Sichtweise. Aber eine, die Ausgeruhtheit gewährleistet und als Stützrad funktionieren kann. Ein Leben darf nicht nur deshalb in stabiler Bahn laufen, weil es mit hoher Drehzahl betrieben wird.</p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span></p>
	<p><span style="color: #ffffff;">&#8212;</span>
</p>
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