Archiv der Rubrik ‘Ausgaben’

* Alles Lüge

Am 1. November 2011 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Design & Architektur


Apple, Autos, Aufmerksamkeitsökonomie. Ein Gespräch mit Ina Grätz, Kuratorin der “Stylectrical” Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg – über Etikettenschwindel, kaschierende Oberflächen und warum bald jeder seinen persönlichen CO2-Coach brauchen wird beim Kauf eines AAA-Kühlschranks. Wir publizieren das Gespräch hier auszugsweise, vollständig nachzulesen ist das Interview in der DARE Printausgabe “Apocalypse Green”.
 

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* DARE Release Hamburg

Am 3. November 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


“Warum macht ihr denn keinen Release in Hamburg, macht doch auch noch einen Abend in Hamburg” – so der Tenor vieler DARE Freunde, die nicht zur Ausstellungseröffnung Ende Oktober in der Berliner Levy Galerie kommen konnten. Wie aus den Magazin Release Ausstellungen der vergangenen Jahre gewohnt, stellten bei Levy einige der am Heft beteiligten Künstler eine beachtliche Gruppenausstellung zusammen: Daniel Josefsohn, Malte Urbschat, Thomas Baldischwyler, Felix Kiessling, Jeanne Suspuglas und viele andere.

Jetzt haben wir die erste Novemberwoche und die frische Ausgabe “Multitasking Overflow” ist auf dem Markt (zur Ausstellungseröffnung brachte Felix Maschewski eine Kofferraumladung voller klebstoffwarmer Magazine mit, die er der laufenden Produktion in der Buchbinderei entnommen hatte).

Zwei Anlässe am kommenden Wochenende lassen eine DARE eigene Hamburg Release Party zuviel des Guten erscheinen: Zur “index” Eröffnung im Kunsthaus und beim anschließenden Rummel der “Haifischbar” in der Kantine des Deutschen Schauspielhauses gibt es Drinks und DARE Magazine en masse – zum Welcome-Subskriptionspreis von schmalen 5 Euro. Beide Veranstaltungen bekommen unsere wärmsten Empfehlungen – immerhin ist die DARE Redaktion mit der zum zehnten Mal stattfindenden “index” und mit den Entwicklungen am Deutschen Schauspielhaus eng verbunden.

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* Updates des Betriebssystems

Am 24. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Bildende Kunst


Sabine Maria Schmidt über den österreichischen Künstler Gerwald Rockenschaub in DARE “Multitasking Overflow”

Gerwald Rockenschaub trat Mitte der 80er Jahre mit seiner Malerei im Kontext der Neo Geo – Tendenzen in der internationalen Kunstszene hervor. Bereits seine frühen kleinen Ölbilder auf Leinwand zeigten rudimentärste Formen, die eher an Piktogramme erinnerten und sich nicht aus gegenständlicher Abstraktion herleiteten. Bald entstanden Arbeiten wie die durchsichtigen Acrylglasplatten an der Wand (Galerie Paul Maenz, Köln, 1989), die mit einer anderen Logik zu arbeiten begannen. Nicht mehr das Kunstobjekt stand im Mittelpunkt des Blicks, sondern der architektonische und räumliche Kontext, aus dem es hervorging. Nachdem das Bild als Instrument erprobt worden war, das den Blick auf den Ort lenkte, begann Rockenschaub erneut sein Spielfeld zu erweitern und bezog den gesamten Ausstellungsraum als Bildraum mit ein. Parallel hierzu entstanden dreidimensionale aufblasbare Objekte, die auf der einen Seite transparent und unsichtbar waren und auf der anderen Seite in ihrer Positionierung irritierten, störten oder gar blockierten.

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* In der Vergangenheit bewandert sein

Am 23. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Marc-Oliver Rehrmann im Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Bernd Flessner für DARE “Multitasking Overflow”

In der Vergangenheit bewandert sein, um erahnen zu können, was die Zukunft so bringt. Diesen Dreh hat der Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher Bernd Flessner auf beste Art und Weise verinnerlicht. Auch die kleinen, skurrilen Begebenheiten am Rande der Weltgeschichte faszinieren ihn. Zugleich ist er ein aufmerksamer Beobachter unserer Zeit. Als Bernd Flessner gerade einmal nicht auf Lesereise war oder das Saxofon seiner Tochter reparieren musste, hat er verraten, was er über die Errungenschaften des Internets denkt und worauf wir uns in der Zukunft gefasst machen müssen.

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* Meeting Point oder Chambre Séparée – Rechercheapparat

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Rechercheapparat zur geplanten Theaterreportage im DARE Magazin 2011.

In der Vorbereitung des Theaterthemas in DARE “Mulitasking Overflow” fokussierten die beteiligten Redakteure und Theatermacher zwei Felder, von denen für den “Panic Room” Artikel nur eines bestellt wurde: Medienverständnis und Medieneinsatz im Regietheater. Das zweite Feld war ungleich weiter: Wir stießen in unseren Gesprächen und Recherchen konsequenterweise auf die Frage, in welcher Funktion sich das Stadttheater heute sieht – und welche Impulse es geben kann. Eine Frage, der wir in den beiden DARE Ausgaben 2011 nachgehen wollen. Dieser Recherchepool ist die Vorbereitung des Themas – Arbeitstitel “Meeting Point oder Chambre Séparée”. Welche Rolle nimmt das hoch subventionierte Repertoiretheater in der Kulturszene einer Metropole ein? Welche Beiträge zum öffentlichen Leben kann es liefern? Haben Politik und Medien – mit ihrer Hinwendung zur Eventkultur – zur Marginalisierung des Theaters beigetragen? Über ein Update mit Links und Tipps per Kommentarfunktion freuen wir uns.

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* Panic Room Theater – Rechercheapparat

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Rechercheapparat zur Theaterreportage “Der Panic Room der beschleunigten Kommunikationsgesellschaft” im DARE Magazin “Multitasking Overflow”

In der Vorbereitung des Themas stießen die beteiligten Redakteure und Theatermacher auf reichlich Text- und Bild-Material, auf Interviews, Zeitungsartikel, Publikationen, Rezensionen und Videotrailer, die der Theaterreportage eine mediale Unterfütterung geben. Diesen Beitrag gerne über die Kommentarfunktion mit weiterführenden Links und Tipps updaten.


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* Der Panic Room der beschleunigten Kommunikationsgesellschaft

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Gespräch von Olaf Bargheer mit dem Regisseur Luk Perceval und den Dramaturgen Tarun Kade und Jochen Strauch für das Theaterressort in DARE “Multitasking Overflow”

So ein DARE Themenschwerpunkt scheint eine stabile Angelegenheit, aber er wird, kaum beschlossen, im Folgehalbjahr erodiert, bis er ausgehöhlt ist wie ein jugoslawischer Karstkegel. Über Regietheater müsse geschrieben werden, beschlossen wir im Mai, über Medieneinsatz und Medienverständnis von Regisseuren und Dramaturgen, über die Aussagekraft des Theaters in einer Gesellschaft, die Information und Meinungsbildung über Kanäle bezieht, die weiß Gott visuell stärker, schneller und roher daherkommen als ein Bühnenstück.

Unsere Redaktionssitzungen mit dem Regisseur Luk Perceval, dem Dramaturgen Tarun Kade und dem Kommunikationsstrategen Jochen Strauch fielen in den Hochsommer. Brüllende Hitze, keiner trug Schuhe. Wir erinnern uns an die Nachmittage, weil im Hintergrund die WM lief: Portugal zerlegte Nordkorea 7 zu 1. Spanien und die Niederlande standen im WM-Finale. Selbst Luk Perceval, immerhin Belgier, hielt es mit den Holländern, weil auch ihm das spanische Kurzpassspiel zu abgezockt erschein. Noch am Nachmittag fuhr er – es war der Beginn der Spielzeitferien – auf sein Boot, die “Ilonda”, die an einem Ostseehafen vertäut lag. Man saß auf gepackten Koffern, war irgendwie auf dem Sprung und musste noch substantielle Einschätzungen zum Regietheater abgeben. Jochen Strauch: Capri. Tarun Kade: New York. Der Autor nahm die Gesprächsnotizen mit nach Lissabon.

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* Neuordnung – Felix Kiessling

Am 20. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Bildende Kunst


Ein Auszug aus Katrin Diederichs Interview mit Felix Kiessling für DARE “Mutitasking Overflow”

Erhabenes trifft auf Banales, Chaos auf Ordnung, Licht gegen Schatten: Felix Kiesslings Ausstellung “Neuordnung”, die im Sommer in der Levy Galerie Berlin gezeigt wurde, scheint als eine ausgewogene Choreographie der Gegensätzlichkeiten zu funktionieren. Dabei werden mit sinnlichen Klangspähren und minimalistischer Konsequenz die Grenzbereiche der menschlichen Wahrnehmung in das Blickfeld des Betrachters gerückt. Bei der Installation “Stop” wird mithilfe eines Sprengzünders in einer Paraffin-Lösung der Moment einer Explosion angehalten und somit der flüchtige Augenblick des Strukturwandels einer Materie fortdauernd sichtbar. Im ganzräumig inszenierten Arrangement “Planet” wird eine Beobachtungssituation erzeugt, die auf urtümliche Auffassungsmuster der visuellen Größenwahrnehmung zielt. Durch die Fokussierung des Blicks auf eine kleine Betonkugel im abgedunkelten Raum erscheint die Materie in riesenhafter Vergrößerung und ermöglicht in ihrer raumgreifenden Abstraktion beim Betrachter die Apperzeption von neu wahrgenommenen Teilaspekten der Wirklichkeit. Kiesslings Arbeiten geben somit Ein-Sichten, die weniger am Sinngehalt, sondern an der Sinneserfahrung ansetzen.

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* Aperception

Am 19. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Ein Auszug aus Harald Nicolas Stazols Beitrag “Aperception” in DARE “Multitasking Overflow”

Wir schreiben den 20. Januar 1774, es ist Abend, als an einem Maskenball in der Pariser Oper der junge, schöne schwedische Axel von Fersen mit einer maskierten Frau flirtet, und er kann nicht ahnen, dass es sich um Marie-Antoinette, die zukünftige Königin von Frankreich handelt. Er ahnt auch noch nicht, dass es die große Liebe seines Lebens wird, und vielleicht ist dies auch das höchste Ziel eines Balls der Larven und Kostüme, sich zwanglos kennenzulernen, um ein leben lang hingegeben zu sein, nein, sich hingeben zu dürfen. Fersen nimmt nur eine prächtig gekleidete Dame wahr, die dank der verkleidung Dinge sagen und tun darf, die ihr sonst von Standes wegen untersagt sind, ihre Hofdamen haben den Kontakt hergestellt, und irgendwann nimmt die junge, anmutige Prinzessin die Maske ab – es ist der Beginn einer Romance, die Ihresgleichen nicht findet.

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* DARE Buchtipps Herbst 2010

Am 18. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Neuerscheinungen auf dem Kunstbuchmarkt. Vorgestellt und empfohlen von Heiko Klaas und Nicole Büsing in DARE “Multitasking Overflow”

Intellektuelle Mythenbildung

Wie Fische im Aquarium: Gleich mehrere Abbildungen des legendären Citroën DS zieren das Cover des jetzt wieder aufgelegten und um zwei Drittel erweiterten Bandes „Mythen des Alltags“ des französischen Vorzeigeintellektuellen Roland Barthes (1915-1980). Ursprünglich erschienen die kurzen Texte über Alltagsphänomene zwischen 1954 und 1956 und wurden als Buch erstmals 1957 in Frankreich herausgegeben. 1964 erschien dann eine Auswahl als kleiner blauer Band bei Suhrkamp. Nun ist endlich auch die vollständige deutsche Ausgabe erhältlich. Was sind Mythen des Alltags? Für Roland Barthes einerseits so typisch französische Phänomene wie die Tour de France, das Beefsteak oder die Pommes Frites. Aber auch Ehegeschichten und Spielsachen, die Astrologie, der „Guide Bleu“ von Michelin oder Einsteins Gehirn. Wie funktioniert der Mythos, angelehnt an Ferdinand de Saussure, als semiologisches System? Wie unterscheidet man den linken vom rechten Mythos? Auch wenn Roland Barthes kleine Aperçus heute als leicht konsumierbare Bettlektüre für Frankophile durchgehen, so haben sie doch auch nach über 50 Jahren nichts von ihrer sehr französischen linksintellektuellen Nonchalance verloren.

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* Phantom Vibration Syndrome

Am 13. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Editorial zur DARE Magazin Ausgabe “Multitasking Overflow”

Als „Phantom Vibration Syndrome“ verstehen die Kognitionswissenschaften den Irrglauben, ein nicht vorhandenes, mobiles Kommunikationsendgerät vibriere in der Hosentasche. Obwohl nur ein belächeltes Nebenprodukt, wurde es zum Quasi-Symbol für unsere beständige Alarmbereitschaft, resultierend aus der Notwendigkeit immer erreichbar zu sein. „Wir leben in einer Welt“, wusste Johannes Rau schon in seiner Antrittsrede als Bundespräsident 1999 zu sagen, „in der wir von allem den Preis, aber nur von wenigem den Wert kennen.“ Die Masse der uns in der besagten Hosentasche zur Verfügung stehenden, zersplitterten Information ist enorm – aus all dem so etwas wie eine konsistente Weltsicht abzuleiten scheint heute unmöglicher denn je. weiterlesen >>

Abbildung: Malte Urbschat, “The Sheriff Project @ Triggercopy”, 2010

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* Nick Cave Editorial für DARE Herbstausgabe

Am 28. April 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Wir wollen nicht zuviel verraten. Im Grunde gar nichts. Aber zumindest erklären, dass wir ein Schwerpunktthema für die kommende Herbstausgabe haben. Und einen kleinen musikalischen Fingerzeig, in welche Richtung wir denken. Nick Cave’s laid back “Opium Tea”. Enjoy listening. Wer dadurch eine Ahnung unseres Herbstthemas bekommt, möge dies per Kommentar einloggen. Für eine einigermaßen zutreffende Antwort gibt es… Kunst oder überdies oder so.


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* Rehearsing Andersen

Am 19. April 2010 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Theater & Bühne


In der Hochphase der Probenarbeit zu Stefan Puchers Theaterproduktion “Andersen. Trip zwischen Welten” setzte sich der Autor dieser Reportage als Zaungast in den nahezu leeren Zuschauerraum des Hamburger Thalia Theaters. Ausnahmsweise nicht, um sich ein Bild über das Regiekonzept der Inszenierung zu machen – sondern um die visuelle Umsetzung der Bühne wirken zu lassen. Später am Nachmittag fand sich eine erschöpfte Crew in der Theaterkantine zusammen: Die Gewerke von Marysol del Castillo (Kostüme), Barbara Ehnes (Bühnenbild) und Meika Dresenkamp (Video) haben die Tendenz, bei Interviewanfragen eher in zweiter Reihe zu stehen – hinter der Regiearbeit von Stefan Pucher und der Dramaturgie von Benjamin von Blomberg. Für einen DARE Magazin-Schwerpunkt “Surfaces” sind die visuellen Oberflächen, die die drei auf der Bühne kreieren, aber ein intensives Gesprächsthema – ein Gespräch über Video als bewegte Wandtapete, über die klaustrophobische Wirkung von gepolsterten Wandflächen und die sinnliche Erfahrung von Halbschattenfarben.

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* Pressemitteilung DARE Magazin Surfaces

Am 16. April 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben


Im April 2010 erscheint die vierte Ausgabe des DARE Magazins mit dem Titel “Surfaces”. Die Macher des seit zwei Jahren in Hamburg herausgegebenen kuratierten Kunstmagazins veranstalten zum Release der Frühjahresausgabe zwei Ausstellungen und Club-Events in Hamburg (Samstag 17.04.2010) und Berlin (Freitag 23.04.2010). Reichlich Hintergrundinformationen zum Magazin und zu den Veranstaltungsformaten entnehmen Sie der angehängten Pressemitteilung.

DARE Magazin “Surfaces” mit Beiträgen von Ingo Niermann, Yilmaz Dziewior, Richard Unwin, Heiko Klaas und Nicole Büsing, Harald Nicolas Stazol, Dirk Schneider, Olaf Bargheer, Benjamin Fellmann.

DARE Magazin “Surfaces” Künstlerliste Cosima von Bonin, Stefan Panhans, Christian Naujoks, Roman Schramm, Carlo Zanni, Alan Uglow, Straulino, Dennis Loesch (dessen Portrait der Schauspielerin Tilda Swinton das Cover des Magazins ziert).

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* Wir können die Wahrheit mit Worten nur umstellen – Der Fall Esra – Rezeptionsdrama eines Romans

Am 2. November 2009 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Theater & Bühne


Ein halbes Jahr nach der Erstinszenierung in der Hamburger Theaterfabrik Kampnagel und ein halbes Jahr vor der Wiederaufnahme am Berliner HAU rekapitulieren wir mit Angela Richter (Regie) und Andras Siebold (Dramaturgie) den „Fall Esra“. Angela Richter entwickelte das Stück ein Jahr nach dem endgültigen Erscheinungsverbot von Maxim Billers Roman „Esra“ (2003), in dem der heute in Berlin lebende Schriftsteller laut endgültigem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Oktober 2007 die Persönlichkeitsrechte seiner Exfreundin und ihrer Mutter verletzte. Für die an allen Stellen juristisch heikle Inszenierung des Stoffes konsultierten die Theatermacher eine Hamburger Kanzlei. Kaum ein Schritt in der dramaturgischen Konzeption des Stückes fand ohne vorab klärende Rücksprachen mit den juristischen Beratern statt. Für das Gespräch erschien es daher nur folgerichtig, ein erneutes Zusammenkommen im Reinraum des Konferenzzimmers ebendieser Kanzlei zu arrangieren. Mit Diktiergeräten, Bahlsen-Mischung und nullzweier San Pellegrino-Flaschen.

DARE_Esra_#1

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