Archiv der Rubrik ‘Bildende Kunst’

* Virtual Encounters – CYNETART

Am 4. November 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Am 26. November startet in Dresden die CYNETART. Das Festival für computergestützte Kunst findet 2009 zum dreizehnten mal statt und hat sich neben den Flaggschiffen Transmediale und Ars Electronica als kleine aber feine Plattform an der Peripherie etabliert. Vor zwei Jahren entstand zur elften CYNETART eine Reportage für Zeit online, die hier, als Update und in erweiterter Form, aufgegriffen wird. Im Anschluss an eine Kartografie der europäischen Medienkunstszene ist eine Gesprächsrunde dokumentiert, die sich 2007 zwischen zwei Produktionen in der Lounge des Festspielhauses Dresden Hellerau zusammengefunden hat.

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* Gruppenausstellung εικονες

Am 10. Oktober 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


DARE Magazin Gruppenausstellung εικονες in der Galerie Conradi. Bildstrecke von der Ausstellungseröffnung am Freitag 09.10.2009. Magazin Release Party am Samstag 24.10.2009. An den Plattentellern Tobias Schmid, Stanley Ipkiss und Marino Berardi. Gruppenausstellung mit Werken von Wade Guyton, Joyce Pensato, Chicks on Speed, Max Frisinger, Cordula Ditz, Dumitru Gorzo, Johannes Paul Spengler, Michael Conrads, Nele Budelmann, Thomas Winkler

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* Die Nijinsky-Ausstellung im Hubertus-Wald-Forum

Am 21. Mai 2009 von daremag | Bildende Kunst


Text: Harald Nicolas Stazol

Man sucht den Bakst, von dem der Kunsthistoriker von vorhin nichts wusste und findet ihn und sein Blau und Gold, das Kostüm für die prélude à l’après-midi d’un faune. Man erinnert sich, dass die Uraufführung in Paris mit Claude Debussy am Pult (die Premiere war am 29. Mai 1912 im Pariser Théâtre du Châtelet) unterging in den Schreien “un dentiste – deux dentistes”, weil der moderne Tanz dem Publikum Zahnschmerzen ähnlich sah – oder bereitete.

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* Hummelkalenderfacts

Am 2. März 2009 von daremag | Bildende Kunst




* Wider die falsch verstandene Zurückgenommenheit der digitalen Kunst

Am 23. Februar 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Kolumnen


Die Hamburger Kunsthalle wollte Carsten Nicolai nicht nur mit seiner “anti reflex” Installation ausstellen, sondern als Electronic-Musiker vorstellen. Das blieb, wohlwollend ausgedrückt, in seinen Ansätzen stecken. Oder zeigte, drastisch benannt, die Grenzen der Kompetenz eines Museumbetriebes auf. Eine Nachbetrachtung als Offener Brief.

Carsten Nicolai spielt sein Hamburger xerrox-Konzert unausgeruht. Der Samstagabend ist eingebettet in eine Reihe von Konzerten in Barcelona und Leipzig. Im Berliner Studio wartet die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt mit dem Komponisten Michael Nyman, das zum Maerzmusik Festival fertiggestellt sein soll. Die Freitagnacht in Leipzig war lang und “grossartig. Da waren vierhundert Leute auf der Bühne, die haben da bis fünf getanzt, als wäre es ein Club.” Carsten Nicolai, Olaf Bender und Pantha du Prince spielten drei Sets auf der stimmungsvoll umgebauten Hinterbühne des Centraltheaters. Eiserner Vorhang zum Zuschauerraum heruntergelassen, Bar, hochgerüstete PA, wenige Aufsichtskräfte. In der Theaterdirektion schien man Vertrauen in Projekt und Leipziger Publikum zu haben. “Ein Heimspiel” für die Chemnitzer Nicolai und Bender. Für März hat Intendant Sebastian Hartmann Jazzanova engagiert. Der Mann hat sich für das im vergangenen Herbst übernommene Haus einiges vorgenommen.

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* White Cash Contemporary

Am 23. Februar 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Kolumnen


Ich bekam vor einigen Tagen eine neue Kreditkarte. Die Karte klebte auf einem doppelt gefalteten Briefbogen, war mit silbernen, gestanzten Zahlenkombinationen versehen und knallpink. Auflage exklusive 500. Jetzt bin ich aufgenommen in den Club der Gentlemen, die in der Galerie White Trash Contemporary ganz weit vorn sind. Was in der Praxis bedeuten kann, dass ich 10 Prozent auf Zeichnungen von Fernando de Brito oder Installationen von Oliver Ross bekomme. Also doch nicht wirklich praxisnah: Investitionen in Kunst, zumal Installationen von Oliver Ross, geben viele der Geldbeutel der 500 White Trash Gentlemen im Augenblick nicht her. Venture Capital needed.

Umso mehr Chuzpe also, anstatt Einladungsflyer Kreditkarten über den postalischen Galerieverteiler zu streuen. Nils Grossiens erste Gruppenausstellung seit gut einem halben Jahr verweist denn auch auf die pinkfarbene Private Card: “White Cash Contemporary”.

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* alva noto – xerrox vol.2

Am 11. Februar 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Nach seiner Herbstinstallation ‘anti reflex’ kommt Carsten Nicolai Ende Februar 2009 in alva noto Funktion zurück an die Hamburger Kunsthalle.

Carsten Nicolai ist gerade zurückgekehrt aus Barcelona, wo er zur ‘Livesoundtrack’ Reihe in den espais actuals ein Live-Set zu Tarkowski’s Breitwandfilm ‘Solaris’ gespielt hat. Über den Umweg Leipziger Centraltheater, wo er am 20. Februar gemeinsam mit Byetone (Olaf Bender) und Pantha du Prince ‘Unitxt’ arrangiert, stellt alva noto am 21. Februar seine neueste Minimal-Electronica-Produktion ‘xerrox vol.2′ in Hamburg vor. Die verwendete Software ist nach dem Prinzip der alten xerox-Kopierer entwickelt. Flughäfen, Telefonschleifen und Kaufhäuser werden im Live-Audio und -Video Set zu ästhetischen Klang- und Bildwelten arrangiert. Nicolai verfährt gekonnt nach der Dramaturgie des Soundtracks, bei dem sich die Musik langsam aufbaut, bevor sie nach dem Crescendo nach und nach verhallt.

Warum DARE das Konzert vehement enpfiehlt: Carsten Nicolai, soviel sei an dieser Stelle vorab verraten, ist in der neuen DARE Printausgabe vertreten. Erscheinungsdatum 17.04.2009.

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* Tatort Kunsthalle. Schrecken und Idylle

Am 3. Februar 2009 von daremag | Bildende Kunst


1500 Besucher zählte die letzte Junge Kunstnacht der Jungen Freunde und der studentischen Initiative kunst meets kommilitonten im Lichthof der Galerie der Gegenwart. Nach diesem großen Erfolg geht es am 06.02.2009 um 21 Uhr in die zehnte und somit Jubiläumsrunde der jungen Museumsnacht: mit Kunst, Musik, aufgelegt von Booty Carrell (Golden Pudel Club), Projektionen von VJ Zaza und Kurzführungen (auch in Englisch und Gebärdensprache) sowie der Hamburger Improvisationstheatergruppe Leistenbruch.

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* Relax it’s only video – Review Stile der Stadt Videopanel 2008

Am 1. Februar 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Vor einem Jahr, im Januar 2008 öffneten Filomeno Fusco und Dirck Möllmann die eiskalten Lagerräume der Clemens-Schultz-Strasse, mitten auf St. Pauli, und landeten mit der Adresse des neuen Ausstellungsraumes einen Coup. 300 qm auf dem Kiez sind für Kunst nicht leicht zu beschaffen. Die erste Ausstellung war das ‘Stile der Stadt’ Videopanel. Elf Videoarbeiten konnten sich raumgreifend in den teils gekachelten, teils roh verputzten Hallen des ehemaligen Getränkelagers austoben. Im Augenblick versieht der dänische Besitzer des Gebäudes das Lager mit Schallschutzdämmung: Besucher können 2009 darauf hoffen, bei Ausstellungen in der Clemens-Schultz-Strasse nicht mehr frieren zu müssen – und sich in Punkto Musik nach 22 Uhr weniger dezent verhalten zu müssen.

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* Gute Aussichten für die Deichtorhallen

Am 24. Januar 2009 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Am 22. Januar eröffnete in den Hamburger Deichtorhallen die Fotoausstellung “gute aussichten 2008 2009″. Eine Bildstrecke vom Presserundgang mit den ausstellenden Künstlern und dem Kurator des Hauses der Fotografie Ingo Taubhorn. Fotos von Olaf Bargheer.

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* The Follower and other works that follow on from The Follower

Am 10. Januar 2009 von daremag | Bildende Kunst


Um das Folgen, Nachahmen und Wiederholen dreht sich das Werk des 1969 in Leicester geborenen und in Berlin lebenden Künstlers Jonathan Monk. Mit sicherem Gespür für die wesentlichen Entwicklungslinien und viel Sinn für Hintergründiges greift er künstlerische Arbeiten des 20. Jahrhunderts auf, reproduziert diese und besetzt sie dann neu. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage nach „dem Original“. Einen Schwerpunkt seiner künstlerischen Auseinandersetzung in Form von Foto- und Textarbeiten, Objekten sowie Film- und Videoinstallationen bildet die Konzept- und Minimalkunst der 60er und 70er Jahre. Aber auch ältere Vertreter der künstlerischen Avantgarden erfahren eine humorvolle Neuinterpretation. Ihr komplexes und oft auch starres Regelwerk bildet für den Künstler ein ideales Raster, um mit Verweisen auf sein persönliches Umfeld und mittels alltäglicher Gebrauchsgegenstände gleichzeitig spielerisch und komplex zu intervenieren.

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* Menschen interessieren sich am stärksten für Kunst, wenn sie die Option haben, ein Werk auch zu kaufen

Am 24. November 2008 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Ein Gespräch mit Elena Winkel zur Eröffnung der Index 08 im Hamburger Kunsthaus.

‘Ich bin ab elf Uhr am Kunsthaus, kommt doch gegen Mittag vorbei’, hatte Elena uns gesagt, und als wir uns ihr gegenüber an den Tisch mit der Bücherauslage setzen, denken wir einen Moment lang, was soll das für ein Interview werden, die Gute kann doch nur körperlich anwesend sein nach der langen Ausstellungseröffnungsnacht. Elena hat sich einen weiten Pullover über den müden Körper gezogen, und das erstaunliche ist, dass ihre schläfrige, ein wenig monotone Stimme die Inhalte sehr präzise artikuliert und ihre Gedanken gar nicht mal so träge verlaufen wie die Kürze der Nacht es befürchten ließ.

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* Die verborgene Spur – Jüdische Wege durch die Moderne

Am 22. Oktober 2008 von daremag | Bildende Kunst


Text: Julia Eckhardt

Metropolen, Szeneviertel, Intersections… der Thesaurus der Gegenwartskunst formt mit seinem Wortschatz das Bild von Grenzgang, städtischer Raumerschließung und Themenfelderweiterung. Unsere Städte werden „beseelt“, individualisiert, vernetzt durch ein künstlerisches Netzwerk, dessen Aktivität allerdings in weitaus geringerem Maße im Untergrund verläuft als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.



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* Wir nennen es Hamburg

Am 13. Oktober 2008 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Hamburg boomt, findet das Stadtmarketing. Hamburg sucks, finden viele Künstler.

Zwei Sätze, die zu Beginn des Festival-Programmheftes stehen und wohl auch den Ausgangspunkt der Kooperation zwischen dem Hamburger Kunstverein und Kampnagel markieren. Beide haben ‘Gespräche geführt, zugehört, gestritten’ und am vergangenen Wochenende das Festival ‘Wir nennen es Hamburg’ gestartet. Eine Bildstrecke vom Eröffnungsabend auf Kampnagel. Mit Aufnahmen vom Schwabinggrad Ballett und FSK.



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* Kunst als Joker – Interview mit Wolfgang Ullrich

Am 7. Oktober 2008 von Isa Maschewski | Ausgaben, Bildende Kunst


(erschienen in der DARE Magazin Ausgabe “Hype” Mai 2008)

Prof. Dr. Wolfgang Ullrich ist Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. In seinen Schriften befasst er sich mit der Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, mit bildsoziologischen Fragen sowie Wohlstandsphänomenen. Das Interview findet sich abgedruckt in der DARE Magazin Ausgabe ‘Hype’.



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* Ein Künstler beantwortet nichts. Aber er hat vielleicht dieselbe Fragestellung wie ich

Am 2. Oktober 2008 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Im September startete eine Ausstellung des britischen Street-Art Künstlers Boxi die ‘Reinkingprojekte’. Der Hamburger Sammler und Kurator Rik Reinking plant eine lang angelegte Ausstellungsreihe in neuen Räumlichkeiten. Ein Gespräch.



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* Die Präsentation einer Sammlung ist immer eine Visitenkarte

Am 2. Oktober 2008 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst


Im September startete eine Ausstellung des britischen Street-Art Künstlers Boxi die ‘Reinkingprojekte’. Der Hamburger Sammler und Kurator Rik Reinking plant eine lang angelegte Ausstellungsreihe in neuen Räumlichkeiten. Ein Gespräch mit den Jungen Freunden der Kunsthalle.

Rik Reinking zu treffen ist ganz leicht. Und man würde eine Reportage nicht mit so einem schlappen Satz beginnen, wenn nicht in allen anderen Reportagen stünde, Rik Reinking zu treffen sei ausgesprochen kompliziert.



Wir treffen uns nicht auf einer Auktion in Shanghai oder in den Staaten oder bei Tilt’s Fetish Bubble Girls in Toulouse. Rik ist diesen Herbst viel in Hamburg, die Ausstellungsräume in der Sillemstrasse sind fertig, sein Hund kommt zur Ruhe, er selber wohl auch ein wenig. Er habe gelernt, Türen auch zu schließen, nicht immer neue aufstoßen zu müssen. Im Hof geht ein dünner Regen runter, Riks Vermieter steht irgendwann im Verlauf unseres Gesprächs unvermittelt am Tor, im Blaumann, und lässt eine kleinformatige Boxi-Arbeit für seine Tochter reservieren. Ich frage nicht nach, ob hier in Naturalien gehandelt wird. Rik und ich haben beide die Tendenz, in unseren Sesseln immer tiefer zu rutschen, so dass bald von ’sitzen’ keine Rede mehr sein kann, eher von ‘lümmeln’. Und dass wir an einem leicht verregneten Eimsbütteler Herbstabend in seinen Sesseln herumlümmeln kam so…

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