Archiv der Rubrik ‘Literatur’
* Medienmix Fünfzehnternovemberzweitausendelf
Am 17. November 2011 von Olaf Bargheer | Design & Architektur, Literatur
Schöne, schlimme und in jedem Fall interessante Dinge, auf die man gerne hingewiesen wird. Heute zugegeben etwas burschikose Themen: Ikonen der Kriegsfotografie im LIFE Magazine, schöne Exponate aus achtzig Jahren Automobildesign, Messenger-Bags, sportliche Möbel und Snooker für Fortgeschrittene.
* Pflücke den Tag
Am 17. November 2011 von Julia Boog | Literatur
Ein Versuch über den Garten in der Literatur. Ein Garten, ein gutes Buch – das klingt auch in der postmodernen Welt, in der nach Alain Ehrenberg Gesellschaft des „erschöpften Selbst“ wie Muße und Erholung; sehen doch im Gegensatz dazu die Gegenwartsdiagnosen durchweg pessimistisch aus. So lesen wir zum Beispiel in Ehrenbergs Das Unbehagen in der Gesellschaft von der „Rückkehr der Nervosität“ und sind gar selbst umgeben von Naturkatastrophen, atomaren Apokalypsen, sozialen Aufständen und Untergängen.

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* kulturnews Award 2011
Am 10. November 2011 von DARE Redaktion | Bildende Kunst, Design & Architektur, Film, Literatur, Musik, Theater & Bühne
“Der kulturnews-Award ist der Preis von Deutschlands Fachpublikum für die besten Produktionen des Jahres. Befragt werden Meinungsmacher und Führungskräfte aus den Kulturbranchen Theater, Literatur, Musik, Film und Kunst nach ihren Kulturhighlights des Jahres 2011.” Keine Ahnung, wie genau die Meinungsmacher und Führungskräfte die Auswahl- und die Ausschlusskriterien für die kulturnews-Liste anlegen, konsensfähig ist das Line-up allemal.

* Was fehlt
Am 7. Oktober 2008 von DARE Redaktion | Literatur
Text: Anne Köhler
Alles was fehlt
Sie würde sich Mädchen nennen, aber Kinder sagen „die Frau“ zu ihr. Agatha malt zwei Punkte. Sie verbindet die beiden Punkte mit einem Strich. Ist doch ganz einfach, denkt sie. Wortfindung_ Sie ist in der Stadt unterwegs ohne Namen, damit keiner sie rufen kann und Antworten fordern oder Reaktionen. Die Detektivaugen, die sie aufgesetzt hat, machen sie unsichtbar. Die Menschen in der Fußgängerzone sich alle verloren haben, stellt sie neue Familien zusammen: den Kindern neue Eltern und Großeltern, aber manche Gestalten läßt das Mädchen auch ganz allein, die haben keine Familie mehr, befindet sie und schaut diese Leute dann ganz traurig an. Zu viel ist vage und ungerecht, zu viele sind allein, denkt das Mädchen und lehnt sich gegen die Eisenstatue einer Frau. Die Statue würde erst bei plötzlichem Verschwinden bemerkt werden, so ist das oft, denkt das Mädchen, und: gut, daß mir nichts fehlt. Nur ein Name. Aber nicht, daß dann etwas anderes fehlt, wenn der Name erstmal da ist.
* Mit dem Kanon auf Spatzen schiessen
Am 7. Oktober 2008 von DARE Redaktion | Literatur
Text: Christopher Worm
Jo Strobo!
Mann, Mann, Mann, ‘nen schlechteren Start für mein neues Leben hätte sich das Schicksal kaum erdenken können. Bin zwar endlich den Wirren der Großstadt entkommen, aber die von mir so dringend erhoffte Ruhe kann ich auch hier nicht finden. Von meinem Unfall beim Wüstenrennen immer noch nicht genesen, bin ich nach wie vor an meinen klapprigen Einachser gebunden und kann mich nur sehr mühselig fortbewegen. Ablenkung hab ich kaum! Meine Zwanghaftigkeit zur Systematisierung dürfte dir ja noch aus unserer gemeinsamen Studienzeit in Erinnerung sein. So habe ich vor meinem Umzug meine gesamte Einrichtung alphabetisch sortiert und aus Solidarität eines im Alphabetsehrweit- hintenstehenden bislang nur die Buchstaben V-Z mitnehmen können. Sehr ertraglose Buchstaben, wenn man meine Situation in Betracht zieht: Ein Haufen Wörterbücher und so nutzlose Dinge wie die Zitruspresse, zwar wäre da noch mein alter Videorecorder und ein paar dazugehörige (VH-S) Kassetten, aber ohne Fernseher…








