Archiv der Rubrik ‘Theater & Bühne’

* kulturnews Award 2011

Am 10. November 2011 von DARE Redaktion | Bildende Kunst, Design & Architektur, Film, Literatur, Musik, Theater & Bühne


“Der kulturnews-Award ist der Preis von Deutschlands Fachpublikum für die besten Produktionen des Jahres. Befragt werden Meinungsmacher und Führungskräfte aus den Kulturbranchen Theater, Literatur, Musik, Film und Kunst nach ihren Kulturhighlights des Jahres 2011.” Keine Ahnung, wie genau die Meinungsmacher und Führungskräfte die Auswahl- und die Ausschlusskriterien für die kulturnews-Liste anlegen, konsensfähig ist das Line-up allemal.

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* Medienmix Ersternovemberzweitausendelf

Am 1. November 2011 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Theater & Bühne


Wir vier DARE Redakteure wollen in dieser Rubrik in loser Zeitabfolge Link- und Leseempfehlungen aussprechen – zu den Ressorts, die wir verfolgen und zu den Themen, die uns verfolgen. Ich beginne mit ein paar Links hinüber zu namhaften Zeitschriften, die sich mit Ausstellungen befassen, die im DARE Dunstkreis angesiedelt sind.

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* Ein Wink mit dem Marterpfahl

Am 28. Februar 2011 von Frank Steinhofer | Theater & Bühne


Dimiter Gotscheff bringt Brechts Antikenexperiment „Antigone“ mit unglaublicher Präzision auf die Bühne des Hamburger Thalia Theaters – leider. Denn am Ende bleibt es eine geistige Übung für Freunde der Sekundärliteratur: zu sperrig, bleiern und verschlossen. Alles fremdelt mit Vorsatz. Ein echter Brecht eben, der nichts mit „Einfühlungstheater“ am Hut hatte. Dennoch: Mehr Zugeständnisse ans Publikum, ein paar aktuelle Zaunpfähle für die Handlung hätten dem Stück gut getan.

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* Eine “Axolotl Roadkill” Revue

Am 23. November 2010 von Isa Maschewski | Theater & Bühne


Nachdem Helene Hegemann das deutsche Feuilleton mit ihrem Debütroman Axolotl Roadkill für ein paar kurze Augenblicke als „authentische Stimme der Jugend“ in Verzückung versetzte, und bekanntlich sehr wenig später im Zuge der um ihren Erstling entstandenen Plagiatsdebatte vom selben Feuilleton wieder abgeschrieben wurde, hat der Regisseur Bastian Kraft Hegemanns Roman auf die Bühne gebracht – und dabei nicht vergessen besagte Plagiatsdebatte am Rande als Running-Gag zu integrieren.

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* Meeting Point oder Chambre Séparée – Rechercheapparat

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Rechercheapparat zur geplanten Theaterreportage im DARE Magazin 2011.

In der Vorbereitung des Theaterthemas in DARE “Mulitasking Overflow” fokussierten die beteiligten Redakteure und Theatermacher zwei Felder, von denen für den “Panic Room” Artikel nur eines bestellt wurde: Medienverständnis und Medieneinsatz im Regietheater. Das zweite Feld war ungleich weiter: Wir stießen in unseren Gesprächen und Recherchen konsequenterweise auf die Frage, in welcher Funktion sich das Stadttheater heute sieht – und welche Impulse es geben kann. Eine Frage, der wir in den beiden DARE Ausgaben 2011 nachgehen wollen. Dieser Recherchepool ist die Vorbereitung des Themas – Arbeitstitel “Meeting Point oder Chambre Séparée”. Welche Rolle nimmt das hoch subventionierte Repertoiretheater in der Kulturszene einer Metropole ein? Welche Beiträge zum öffentlichen Leben kann es liefern? Haben Politik und Medien – mit ihrer Hinwendung zur Eventkultur – zur Marginalisierung des Theaters beigetragen? Über ein Update mit Links und Tipps per Kommentarfunktion freuen wir uns.

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* Panic Room Theater – Rechercheapparat

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Rechercheapparat zur Theaterreportage “Der Panic Room der beschleunigten Kommunikationsgesellschaft” im DARE Magazin “Multitasking Overflow”

In der Vorbereitung des Themas stießen die beteiligten Redakteure und Theatermacher auf reichlich Text- und Bild-Material, auf Interviews, Zeitungsartikel, Publikationen, Rezensionen und Videotrailer, die der Theaterreportage eine mediale Unterfütterung geben. Diesen Beitrag gerne über die Kommentarfunktion mit weiterführenden Links und Tipps updaten.


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* Der Panic Room der beschleunigten Kommunikationsgesellschaft

Am 21. Oktober 2010 von DARE Redaktion | Ausgaben, Theater & Bühne


Gespräch von Olaf Bargheer mit dem Regisseur Luk Perceval und den Dramaturgen Tarun Kade und Jochen Strauch für das Theaterressort in DARE “Multitasking Overflow”

So ein DARE Themenschwerpunkt scheint eine stabile Angelegenheit, aber er wird, kaum beschlossen, im Folgehalbjahr erodiert, bis er ausgehöhlt ist wie ein jugoslawischer Karstkegel. Über Regietheater müsse geschrieben werden, beschlossen wir im Mai, über Medieneinsatz und Medienverständnis von Regisseuren und Dramaturgen, über die Aussagekraft des Theaters in einer Gesellschaft, die Information und Meinungsbildung über Kanäle bezieht, die weiß Gott visuell stärker, schneller und roher daherkommen als ein Bühnenstück.

Unsere Redaktionssitzungen mit dem Regisseur Luk Perceval, dem Dramaturgen Tarun Kade und dem Kommunikationsstrategen Jochen Strauch fielen in den Hochsommer. Brüllende Hitze, keiner trug Schuhe. Wir erinnern uns an die Nachmittage, weil im Hintergrund die WM lief: Portugal zerlegte Nordkorea 7 zu 1. Spanien und die Niederlande standen im WM-Finale. Selbst Luk Perceval, immerhin Belgier, hielt es mit den Holländern, weil auch ihm das spanische Kurzpassspiel zu abgezockt erschein. Noch am Nachmittag fuhr er – es war der Beginn der Spielzeitferien – auf sein Boot, die “Ilonda”, die an einem Ostseehafen vertäut lag. Man saß auf gepackten Koffern, war irgendwie auf dem Sprung und musste noch substantielle Einschätzungen zum Regietheater abgeben. Jochen Strauch: Capri. Tarun Kade: New York. Der Autor nahm die Gesprächsnotizen mit nach Lissabon.

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* Nachtschicht an der Madison Avenue

Am 6. Oktober 2010 von Olaf Bargheer | Theater & Bühne


Mit so viel Vorfreude durch massive Vorberichterstattung wurde in diesem Jahr wohl nur das Eröffnungsspiel der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika erwartet: Heute abend startet auf ZDF neo die deutsch synchronisierte erste Staffel der “Mad Men”. Wer was auf sich hält, hat das volle Paket schon im englischen Original gesehen (bezogen auf DVD oder über dunkle Rip-Kanäle als Datei auf einem klandestin herumgereichten USB-Stick). Jedenfalls werden mir alle aus dieser mittlerweile stark angewachsenen Gemeinde zustimmen, wenn ich empfehle: Eine einzige Folge pro Woche auf ZDF neo? Schönen Dank auch, “Mad Men” muss man staffelweise in Nachtschichten durchziehen. Zum einen des dort geschilderten Berufsfeldes wegen (in dem die Nachtschicht die übliche ist), zum anderen wegen der von sämtlichen Medienwissenschaftlern als stilprägend eingestuften Erzählweise. Whichever manner you choose – enlight a cigarette and here we go…


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* Studio Braun Schauspielhaus Flashmob

Am 24. September 2010 von Olaf Bargheer | Theater & Bühne




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* Reportage, Installation, Medienverschnitt, Entertainment – Vermag das Theater noch Impulse zu geben?

Am 22. September 2010 von Olaf Bargheer | Theater & Bühne


Ehrungen sind eigentlich ein ganz und gar unpassender Rahmen für das Lostreten einer kritischen Diskussion. Eine Preisverleihung an die große Schauspielerin Jutta Lampe geriet im Mai 2010 zum Anlass für eine leidenschaftlich geführte Generaldebatte um die Qualität und Bedeutung der heutigen Theaterlandschaft.

Der Schriftsteller und Dramatiker Botho Strauß, der zu Beginn der 70er Jahre unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne dramaturgische Meriten erwarb, veröffentlichte seine Laudatio an Jutta Lampe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 17.05.2010. Der Text liest sich über einige Strecken als Laudatio, die meisten anderen Passagen, die Botho Strauß als eine Art Beweisführung für die Qualität der Schauspielerin dienen, lesen sich als generelle Abrechnung mit dem heutigen Theater.

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* Saisonstart Hamburg

Am 2. September 2010 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Theater & Bühne


Hamburger Sommerferien vorbei, Schulkinder mit Ranzen, Turnbeuteln und Fahrrädern auf den Gehwegen, viel Betrieb und Hallo vor den Bühneneingängen der Theater und den Glasfassaden der Galerien. Ich habe durch vier Wochen Lissabon nicht nur den augenscheinlich verdrießlichen Augustregen verpasst, auch allerlei Dockville-, Kampnagel- und Gängeviertel-Festivalbetrieb ist völlig an mir vorbeigegangen. Am ersten Septemberwochenende also erstmal wieder Jacke überstreifen und reinkommen. Was findet sich Interessantes zwischen den vielen Mails und Facebookveranstaltungseinladungen:

BALTIC RAW ORG war mit der Tower-Installation nicht nur offizieller Hamburg-Auftritt bei der EXPO in Shanghai – Dachlatten und Holzverschalungen werden nun auch im Herzen des Steindammviertels gespaxt. Berndt Jasper, Christoph Jaenisch und Moka Farkas sprechen davon, mit ihrem “Open Museum | Broken Home” ein “Grundstück aus städtischem Besitz vorrübergehend den Gesetzmässigkeiten investorischer Logik zu entziehen”. Eröffnung ist am Freitag Abend 03.09.2010, mit Arbeiten von Cordula Ditz, Greta Brix, Jörn Stahlschmidt und Miguel Martinez. Heimlicher Star ist ein frisch aus Süddeutschland ersteigerter siebziger Jahre Getränkeautomat, der zwar eine gehörige Investitution darstellt, aber stilsicherer und auf Dauer günstiger arbeitet als so mancher Barkeeper.

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* Tomorrow, in a year

Am 26. Juni 2010 von Kurt Mueller-Fleischer | Theater & Bühne


Warum nur Münster, dachte ich, als ich mit meinen beiden Kumpels stadteinwärts fuhr und mein gelangweilter Blick – sediert von den ewig gleichen, vorstädtisch eingegrauten Wohnvollzugsanstalten – plötzlich amüsiert auf ein Schild fiel, das die Veranstaltungshighlights der nächsten Wochen auflistete: „Europas größte Kegelparty“ im Messe und Kongress Centrum Halle Münsterland.

Auch geil.

Münster, das sich selbst als „Stadt der Wissenschaft und Lebensart“ bezeichnet, hat wirklich einiges zu bieten. Es ist historisch nicht überliefert, ob Henry Kissinger, der ehemalige US-Außenminister, der auf der Homepage des Münster Marketings mit dem Satz zitiert wird „in Münster habe ich die ungewöhnliche Gelegenheit gehabt, einem bemerkenswerten Stück Geschichte zu begegnen und daran teilzuhaben“ seinerzeit eine der legendäre Kegelpartys in der Münsterlandhalle besucht hat, bevor er sich zu diesem Zitat hinreißen ließ.

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* Rehearsing Andersen

Am 19. April 2010 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Theater & Bühne


In der Hochphase der Probenarbeit zu Stefan Puchers Theaterproduktion “Andersen. Trip zwischen Welten” setzte sich der Autor dieser Reportage als Zaungast in den nahezu leeren Zuschauerraum des Hamburger Thalia Theaters. Ausnahmsweise nicht, um sich ein Bild über das Regiekonzept der Inszenierung zu machen – sondern um die visuelle Umsetzung der Bühne wirken zu lassen. Später am Nachmittag fand sich eine erschöpfte Crew in der Theaterkantine zusammen: Die Gewerke von Marysol del Castillo (Kostüme), Barbara Ehnes (Bühnenbild) und Meika Dresenkamp (Video) haben die Tendenz, bei Interviewanfragen eher in zweiter Reihe zu stehen – hinter der Regiearbeit von Stefan Pucher und der Dramaturgie von Benjamin von Blomberg. Für einen DARE Magazin-Schwerpunkt “Surfaces” sind die visuellen Oberflächen, die die drei auf der Bühne kreieren, aber ein intensives Gesprächsthema – ein Gespräch über Video als bewegte Wandtapete, über die klaustrophobische Wirkung von gepolsterten Wandflächen und die sinnliche Erfahrung von Halbschattenfarben.

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* Kongress für Anders

Am 8. April 2010 von Olaf Bargheer | Bildende Kunst, Design & Architektur, Theater & Bühne


Wer mit Kulturveranstaltungen sein Ding macht, kennt beides: Man hat einen ungeheuer guten Inhalt, für den man mühselig und monatelang Räumlichkeiten suchen muss. Oder man kommt unerwartet an einen Leerstand, der es in sich hat, oder besser gesagt, haben sollte, also mit zu ersinnenden Formaten gefüllt werden will. Die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt weiß nicht mehr so recht zu sagen, wie die Lage bei ihrem aktuellen Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt war. Sicher ist: Sie hat auf verschlungenen Pfaden die Schlüssel für das fünfstöckige ehemalige Michaelis Krankenhaus im tiefsten familienfreundlichen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel bekommen und will die Flure, Operationssäle und Krankenzimmer für ein Kunst-, Design- und Musik-Fesival zur Verfügung stellen. Kongress für Anders betitelt sie die kurzfristig angesetzte letzte Aprilwoche, in der sich Künstler, Gestalter und Theatermacher auf den fünf Geschossen des denkmalgeschützten Altbaus austoben können. Isa Maschewski und Olaf Bargheer pirschten einen Vormittag lang gemeinsam mit Claudia Fischer-Appelt und Lars Kreyenhagen durch die Flure und Kellerräume des leerstehenden Michaelis Krankenhauses.

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* Wiederaufnahme “Der Fall Esra” am Berliner Hebbel am Ufer

Am 11. März 2010 von DARE Redaktion | Theater & Bühne


Im September vergangenen Jahres interviewte die DARE Redaktion die Regisseurin Angela Richter und den Dramaturgen Andras Siebold zur Umsetzung ihres Stückes “Der Fall Esra – Rezeptionsdrama eines Romanes”. Ihre Bühnenfassung der Prozesse um das Verbot von Maxim Billers Roman “Esra” hatte im April 2009 Premiere in der Hamburger Theaterfabrik Kampnagel. Ein Jahr später steht “Der Fall Esra” noch einmal auf dem Spielplan: Angela Richter und ihr Team inszenieren im März 2010 am Berliner Hebbel am Ufer. Wer – nach der Lektüre unserer Gesprächsdokumentation im DARE Magazin “Ikonen” – das Stück unbedingt sehen wollte, hat nun die Möglichkeit. Unsere Redaktion freut sich auf den Besuch der Aufführung am Samstag 13.03.2010.

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