Posts Tagged ‘Angela Richter’

* Reportage, Installation, Medienverschnitt, Entertainment – Vermag das Theater noch Impulse zu geben?

Am 22. September 2010 von Olaf Bargheer | Theater & Bühne


Ehrungen sind eigentlich ein ganz und gar unpassender Rahmen für das Lostreten einer kritischen Diskussion. Eine Preisverleihung an die große Schauspielerin Jutta Lampe geriet im Mai 2010 zum Anlass für eine leidenschaftlich geführte Generaldebatte um die Qualität und Bedeutung der heutigen Theaterlandschaft.

Der Schriftsteller und Dramatiker Botho Strauß, der zu Beginn der 70er Jahre unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne dramaturgische Meriten erwarb, veröffentlichte seine Laudatio an Jutta Lampe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 17.05.2010. Der Text liest sich über einige Strecken als Laudatio, die meisten anderen Passagen, die Botho Strauß als eine Art Beweisführung für die Qualität der Schauspielerin dienen, lesen sich als generelle Abrechnung mit dem heutigen Theater.

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* Wiederaufnahme “Der Fall Esra” am Berliner Hebbel am Ufer

Am 11. März 2010 von DARE Redaktion | Theater & Bühne


Im September vergangenen Jahres interviewte die DARE Redaktion die Regisseurin Angela Richter und den Dramaturgen Andras Siebold zur Umsetzung ihres Stückes “Der Fall Esra – Rezeptionsdrama eines Romanes”. Ihre Bühnenfassung der Prozesse um das Verbot von Maxim Billers Roman “Esra” hatte im April 2009 Premiere in der Hamburger Theaterfabrik Kampnagel. Ein Jahr später steht “Der Fall Esra” noch einmal auf dem Spielplan: Angela Richter und ihr Team inszenieren im März 2010 am Berliner Hebbel am Ufer. Wer – nach der Lektüre unserer Gesprächsdokumentation im DARE Magazin “Ikonen” – das Stück unbedingt sehen wollte, hat nun die Möglichkeit. Unsere Redaktion freut sich auf den Besuch der Aufführung am Samstag 13.03.2010.

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* Wir können die Wahrheit mit Worten nur umstellen – Der Fall Esra – Rezeptionsdrama eines Romans

Am 2. November 2009 von Olaf Bargheer | Ausgaben, Theater & Bühne


Ein halbes Jahr nach der Erstinszenierung in der Hamburger Theaterfabrik Kampnagel und ein halbes Jahr vor der Wiederaufnahme am Berliner HAU rekapitulieren wir mit Angela Richter (Regie) und Andras Siebold (Dramaturgie) den „Fall Esra“. Angela Richter entwickelte das Stück ein Jahr nach dem endgültigen Erscheinungsverbot von Maxim Billers Roman „Esra“ (2003), in dem der heute in Berlin lebende Schriftsteller laut endgültigem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Oktober 2007 die Persönlichkeitsrechte seiner Exfreundin und ihrer Mutter verletzte. Für die an allen Stellen juristisch heikle Inszenierung des Stoffes konsultierten die Theatermacher eine Hamburger Kanzlei. Kaum ein Schritt in der dramaturgischen Konzeption des Stückes fand ohne vorab klärende Rücksprachen mit den juristischen Beratern statt. Für das Gespräch erschien es daher nur folgerichtig, ein erneutes Zusammenkommen im Reinraum des Konferenzzimmers ebendieser Kanzlei zu arrangieren. Mit Diktiergeräten, Bahlsen-Mischung und nullzweier San Pellegrino-Flaschen.

DARE_Esra_#1

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